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Erlebnis Aschaffenburg

Aschaffenburg ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert – im Frühling zur berühmten Magnolienblüte, im Sommer in das einzigartige Pompejanum, im Herbst in den ältesten englischen Landschaftspark Bayerns, im Winter zu Cranach, Grünewald, Kirchner & Schad: Auf kurzen Wegen kann der Besucher Aschaffenburgs verschiedene Seiten zu Fuß kennenlernen.

Schloss Johannisburg (Foto: Till Benzin)

Schloss Johannisburg

Das Schloss aus rotem Buntsandstein gehört zu den bedeutendsten und schönsten Renaissancebauten Deutschlands. Einmalig sind die Schlosskirche mit Renaissancealtar, Kanzel und Portalskulpturen von Hans Juncker, die fürstlichen Wohnräume, die weltweit größte Sammlung aus Kork angefertigter Architekturmodelle, die Staatsgemäldegalerie mit Werken von Lucas Cranach d. Ä. und das Schlossmuseum der Stadt Aschaffenburg mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner und Christian Schad.

Während der mehrjährigen Sanierungsarbeiten am Schloss Johannisburg sind aktuell die Staatsgalerie, die Paramentenkammer und die Fürstlichen Wohnräume geschlossen.

zur Webseite Schloss Johannisburg

Schlossgarten (Foto: Till Benzin)

Schlossgarten

Zwischen Schloss Johannisburg und Pompejanum liegt ein sehr abwechslungsreicher Park mit einem reizvollen Laubengang über der mittelalterlichen Stadtmauer, dem klassizistischen Frühstückstempel und einem Teil des ehemaligen Stadtgrabens, der im 18. Jh. von Friedrich Ludwig Sckell gestaltet wurde. Um das Pompejanum befindet sich eine mediterran anmutende, Mitte des 19. Jhs. entstandene Gartenpartie mit Feigen, Araukarien, Mandelbäumen, Wein, Säulenpappeln und Kiefern.

Pompejanum Aschaffenburg (Foto: Till Benzin)

Pompejanum

Der weltweit einmalige Nachbau einer römischen Villa in Pompeji wurde auf Veranlassung König Ludwig I., angeregt von den Ausgrabungen in Pompeji, errichtet. Der Architekt Friedrich von Gärtner versäumte bei der Gestaltung des Atriums und der Innenräume mit der prachtvollen Ausmalung und den Mosaikfußböden keine Details, um Kunstliebhabern ein ideales Nachbild zum Studium der antiken Kultur zu gewähren. Im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört, ist es nach mehreren Restaurierungsphasen seit 1994 wieder geöffnet und wird bereichert durch originale römische Kunstwerke aus den Beständen der Staatlichen Antikensammlungen und der Glyptothek.

zur Webseite Pompejanum Aschaffenburg

Stiftsbasilika St. Peter und Alexander (Foto: Till Benzin)

Stiftsbasilika St. Peter und Alexander

Als einzige Kirche weltweit dem Heiligen Petrus und Alexander geweiht, geht die Gründung des Stifts auf Herzog Liudolf von Schwaben im 10. Jh. zurück. 982 kam Aschaffenburg – und damit das Stift – an Mainz und es entwickelte sich Kirche und Stiftskolleg zum prägenden Faktor für die bevorzugte Residenzstadt der Mainzer Erzbischöfe. 1821 kam das Stift zum Bistum Würzburg. Zur 1000-Jahr-Feier im Jahre 1958 erhob Papst Pius XII. das Gotteshaus zur Basilika, der einzig päpstlichen Basilika im Bistum Würzburg. Die Stiftsbasilika ist reich ausgestattet mit kunstgeschichtlich herausragenden Werken, darunter das ottonische Kruzifix aus dem 10. Jh., Grünewalds „Beweinung Christi“, dem Maria-Schnee-Altar und dem einzigartigen romanischen Kreuzgang.

www.stiftsbasilika.de

Stiftsmuseum

Stiftsmuseum

Die mittelalterliche Schatzkammer des Museums beherbergt eine der großartigsten Sammlungen von Goldschmiedearbeiten und liturgischen Gegenständen. Objekte aus Silber, Bergkristall und Gold sowie kostbare Buchmalereien sind hier zu sehen. Der Stiftsschatz St. Peter und Alexander umfasst alle Gattungen mittelalterlicher Kirchenkunst, damals herausragende Beispiele für Schatzkunst, Buchmalerei, Textilkunst und Tafelmalerei. Im Zentrum der Ausstellung steht der berühmte Magdalenen-Altar von Lucas Cranach d. Ä. und seiner Werkstatt.

www.museen-aschaffenburg.dewww.stiftsschatz.de

Kunsthalle Jesuitenkirche (Foto: Till Benzin)

Kunsthalle Jesuitenkirche

Die profanierte ehemalige Kirche der Aschaffenburger Jesuitenniederlassung (1619–1621 errichtet und im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt) bietet mit ihren aufwändigen Stuckelementen ein eindrucksvolles Ambiente für viermal jährlich wechselnde Kunstausstellungen von Weltrang. In Erweiterung der Kunsthalle wird im Christian-Schad-Museum ab 2017 die weltweit größte Sammlung von Werken des Künstlers der Neuen Sachlichkeit zu sehen sein.

www.museen-aschaffenburg.de

Aschaffenburger Altstadt (Foto: Till Benzin)

Aschaffenburger Altstadt

Vom Schloss Johannisburg bis zum Rathaus finden sich verwinkelte enge Gassen, in denen sich hübsche kleine Fachwerkhäuser mit urigen Kneipen und Restaurants abwechseln.

Theaterplatz und Sonnenuhr (Foto: Till Benzin)

Theaterplatz und Sonnenuhr

Die südländische Atmosphäre des Theaterplatzes mit Oliven-, Zitronen- und Oleanderbäumchen wird unterstrichen durch eine der größten Sonnenuhren Europas. Von der Empore der Stadt-Loggia lässt sich der Schattenwurf des 6,40 m hohen Gnomons auf Kurven und Strahlen im hellen Granit des Bodens gut erkennen und die Ortszeit ablesen. Im Dokumentationsraum erfährt der Besucher Wissenswertes über Astronomie und die Sonnenuhr. Die moderne Glasfassade gegenüber ist Teil des 1811 errichteten, aber im Krieg stark zerstörten Stadttheaters. Im Inneren befindet sich einer der schönsten klassizistischen Zuschauerräume Deutschlands.

www.sonnenuhr-ab.de

Ruine im Schöntal (Foto: Till Benzin)

Park Schöntal

Der ursprünglich als Tiergarten angelegte Park wurde ab 1777 in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt. Im östlichen Teil befindet sich in der alten Orangerie neben zwei Restaurant mit Biergarten das berühmte „Kabarett im Hofgarten“. Ein besonders romantisches Fleckchen ist die Ruine des einstigen Beginenklosters inmitten eines kleinen Sees. Im Frühjahr ist die Hauptattraktion der Magnolienhain mit seinen über 40 teilweise über 100 Jahre alten Magnolienbäumen.

Kirchnerhaus

Kirchnerhaus

Der bedeutende expressionistische Maler Ernst Ludwig Kirchner wurde am 6. Mai 1880 am bayerisch-preußischen Grenzbahnhof in Aschaffenburg geboren. Hier entstanden Kinderzeichnungen von Zügen, Lokomotiven und dem Leben auf der Straße, die er als Erwachsener in Holzschnitten umsetzte. Den frühen Kindheitserlebnissen in Aschaffenburg maß Kirchner große Bedeutung bei und setzte sie in Bezug zu seinem späteren künstlerischen Werk. Das Geburtshaus Kirchners ist im Krieg fast unzerstört geblieben und dient seit 2013 als Dokumentationszentrum von Kirchners Kindheit und als Forum für Kirchner-bezogene Ausstellungen.

www.kirchnerhaus-aschaffenburg.de

Museum jüdischer Geschichte und Kultur

Museum jüdischer Geschichte und Kultur

Historische Dokumente wie Fotografien, Zeitungsberichte und -anzeigen illustrieren das wechselvolle Leben der jüdischen Gemeinde in Aschaffenburg, die eine der größten in Bayern war. Politische Entwicklungen und ihre Folgen werden am Bespiel lokaler Geschehnisse dargestellt. Deutlich wird auch, wie stark jüdische Bürger das wirtschaftliche und kulturelle Leben in der Stadt prägten.
Das ehemalige Rabbinerhaus, in dem sich heute das Museum befindet, stand einst in unmittelbarer Nähe zur 1891–93 erbauten Synagoge, die in der Pogromnacht 1938 zerstört und zu deren Erinnerung 1984 ein Platanenhain gepflanzt wurde. Ein kurzer Film, u.a. mit der virtuellen Rekonstruktion der Synagoge, vermittelt eindrucksvoll die Geschichte des Gebäudes.

www.museen-aschaffenburg.de

Schloss und Park Schönbusch (Foto: Till Benzin)

Schloss und Park Schönbusch

Der älteste bayerische Park im englischen Landschaftsstil entstand ab 1775. Friedrich Ludwig Sckell verlieh dem Landschaftsgarten seine klassische Form, der Hofarchitekt Emanuel Joseph von Herigoyen entwarf die verschiedenen Bauwerke. Das klassizistische Schlösschen ist durch eine Blickachse mit dem Schloss Johannisburg verbunden, sein mit Mobiliar im Louis-seize-Stil eingerichteten Räume sind ein hervorragendes Beispiel fürstlicher Wohnkultur Ende des 18. Jhs. Der ca. 150 ha große Park ist mit der Stadt durch die 2,4 km lange, von Linden gesäumte Kleine Schönbuschallee verbunden.

zur Webseite Park Schönbusch

Die hervorragende Lage Aschaffenburgs in ca. 40 km Entfernung zur Hessen-Metropole Frankfurt am Main erlaubt eine schnelle Erreichbarkeit. Egal, ob als Stopover, Tagestour oder als mehrtägiges Ziel in Verbindung mit dem märchenhaften Spessart – Aschaffenburg ist immer ein Erlebnis!

Informationen:
 Tourist Information Aschaffenburg (siehe unten)