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Ausstellung »Herakles – Herkules«

Pompejanum Aschaffenburg


Bis 11. Oktober 2009



Das 1843 – 1850 durch den Architekten Friedrich von Gärtner errichtete Pompejanum ist im Krieg stark zerstört worden. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten durch die Bayerische Schlösserverwaltung wurden 1994 das Untergeschoss und 2002 mehrere Räume des Obergeschosses für die Besucher wieder geöffnet.


Nach dem Willen König Ludwigs I., des Stifters dieses Hauses, sollte das Pompejanum ein anschauliches Bild vom Aussehen und den Lebensverhältnissen in einer römischen Villa geben. Deshalb sind dort zahlreiche Kunstwerke aus den Staatlichen Antikensammlungen und der Glyptothek München ausgestellt.

Nachdem schließlich auch die Restaurierungsarbeiten im größten Raum des Obergeschosses abgeschlossen sind, werden dort in Zukunft Sonderausstellungen präsentiert.
Den Anfang macht jetzt eine Ausstellung mit dem Titel »Herakles – Herkules«.

Die Staatlichen Antikensammlungen stellen den größten Helden der antiken Mythologie in all seinen Facetten vor. Die gezeigten Vasen, Bronzen, Terrakotten und Münzen sind auserlesene Meisterwerke aus den Beständen der berühmten Münchner Sammlungen.

Die Objekte illustrieren die Taten des Helden in »chronologischer Reihenfolge«. Der Besucher wird manches ihm Vertraute finden: etwa Herakles im Kampf mit dem Löwen von Nemea. Aber die Ausstellung bietet auch Überraschungen: Eine Trinkschale aus Athen zeigt die singuläre Darstellung, wie Herakles dem Tier das Fell abzieht, das er fortan bei allen Abenteuern als »Arbeitsgewand« tragen wird. Die antiken Bilder machen ferner deutlich, dass Herakles kein tumber Kraftprotz ist, sondern unlösbar scheinende Aufgaben mit Überlegung bewältigt – oft unterstützt von seinem Vater Zeus bzw. seiner Schutzgöttin Athena. A

uch der zwiespältige Charakter des Helden wird sichtbar, wenn er zum Beispiel im Jähzorn seinen Musiklehrer erschlägt oder betrunken eine Athenapriesterin vergewaltigt. Herakles scheut nicht einmal den Konflikt mit den Göttern, die andererseits jedoch nur mit seiner Hilfe ihre Herrschaft gegen das Geschlecht der Giganten bewahren können.

Wie alle antiken Helden stirbt auch Herakles einen tragischen Tod, aber Zeus lässt ihn – und darin ist dieser Held wieder einzigartig – vom Scheiterhaufen zu den Göttern in den Olymp auffahren. Und tatsächlich wurde Herakles von Griechen, Etruskern und Römern als Gott verehrt, wie zahlreiche Weihgaben deutlich machen. Die 79 n. Chr. beim Ausbruch des Vesuvs mit Pompeji untergegangene Stadt Herculaneum ist nach ihm benannt.

Die Ausstellung ist täglich außer Montag 9.00 – 18.00 Uhr geöffnet.

Pompejanum
Pompejanumstraße
63739 Aschaffenburg
Tel. (0 60 21) 21 80 12 oder 3 86 57-0

Es gibt einen Kurzführer zum Preis von € 2,50.




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