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Die Malweiber von Paris


Annemarie Kirchner-Kruse, Jorsik mit Apfel, 1918 (Ausschnitt), Öl auf Leinwand, Privatbesitz, Foto: k. A.

Deutsche Künstlerinnen im Aufbruch

20. Februar bis 29. Mai 2016
Kunsthalle Jesuitenkirche

Man fand sie unerhört und nannte sie verächtlich „Malweiber“. Im erzkonservativen deutschen Kaiserreich galt es als unanständig, wenn Frauen künstlerischen, sprich professionellen Ehrgeiz entwickelten – an den Kunstakademien waren sie nicht zugelassen. Für alle, die es ernst mit der Kunst meinten, gab es um 1900 nur ein leuchtendes Ziel: Paris.

Das Quartier Montparnasse war damals ein Mikrokosmos, dessen quirliges und kosmopolitisches Ambiente das Künstlerleben leichter machte – insbesondere für Frauen bedeutete Paris eine noch nie dagewesene künstlerische wie persönliche Freiheit.

Sie waren begeistert, dem regulären Anatomiekurs der renommierten Ecole des Beaux-Arts beiwohnen zu können. Am Abend traf man sich in der Académie Colarossi zum „skandalösen“ Aktzeichnen. Inspirierend war für die Frauen auch der Besuch der 1908 gegründeten Privatschule von Henri Matisse (1869 – 1954).

www.museen-aschaffenburg.de

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